Sie leben wie eine Familie zusammen

Kinderheim in Odessa evakuiert: 60 Ukraine-Flüchtlinge in Barsinghausen

Hannover (IDEA) – Nach dem Angriff Russlands auf die Ukraine musste ein baptistisches Waisenhaus in Odessa komplett evakuiert werden. 50 Kinder und zehn Begleitpersonen flüchteten über Polen nach Barsinghausen bei Hannover. Wie der Pastor der dortigen Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde, Roland Bunde, der Evangelischen Nachrichtenagentur IDEA sagte, unterstützt seine Gemeinde das Kinderheim seit seiner Gründung im Jahr 2000. Deshalb sei es auch ein Anliegen der Gemeinde gewesen, dass die Kinder und Jugendlichen im Alter zwischen fünf und 22 Jahren nicht auseinandergerissen werden. Bunde: „Sie leben wie eine Familie zusammen.“ Zunächst hätten sie auf dem Rittergut Großgoltern in der Nähe von Barsinghausen unterkommen können, anschließend mit Unterstützung der Stadtverwaltung in einem Hotel in Barndorf. Nun stehe am 9. Juli erneut ein Umzug an. In unmittelbarer Nähe zum Rittergut seien drei Einfamilienhäuser frei geworden, in denen die Gruppe unterkommen könne. Bunde: „Das ist eine Fügung Gottes. Es wird zwar etwas enger sein, aber die drei Familiengruppen können sich auf die drei Häuser aufteilen und im engen Kontakt bleiben.“

Bisher hätten die Kinder an einem Online-Unterricht direkt aus Odessa teilgenommen. Doch weil man davon ausgehe, dass sie länger in Deutschland bleiben, werden sie nach den Sommerferien Schulen in Barsinghausen besuchen. Sie lernen dafür schon Deutsch.

Der 22. Geburtstag des Kinderheimes am 01. Juni konnte erstmalig nicht in Odessa gefeiert werden. Allerdings habe einer der Gründer des Heimes, der heutige Vizepräsident des Bundes der Baptistengemeinden in der Ukraine, Igor Bandura (Lwiw), mit Hilfe einer Sondergenehmigung an dem Festakt in Barsinghausen teilnehmen könne. Auch die Familie von Bandura – seine Frau, drei Kinder und eine Schwiegertochter – lebt in Barsinghausen.

Begeistert ist Bunde über die Integration der jungen Ukrainer in die 160 Mitglieder zählende Gemeinde. Eine sogenannte Steuergruppe Odessa trifft sich in regelmäßigen Abständen, um die Anliegen der Gruppe aufzunehmen und zu beraten. Über drei Monate nehme die Gruppe jeden Sonntag komplett an den Gottesdiensten teil. Dank einer Übersetzungs-App können alle Gäste aus der Ukraine per Handy die Live-Übersetzung über Kopfhörer hören. Zudem präsentiere die Gruppe jeden Sonntag ein in der Vorwoche eingeübtes Lied. Nach den Gottesdiensten sei für die gesamte Gruppe Mittagessen vorbereitet oder bestellt worden. Mit der Zeit ist ein Gefühl der Zusammengehörigkeit entstanden. Der ukrainische Baptistenbund mit über 125.000 Mitgliedern in fast 2.400 Gemeinden ist der größte in Europa.

Ukraine-Hilfe

Um die Arbeit in der Ukraine und auch die seiner Partnerbünde finanziell zu unterstützen, hat der BEFG einen Katastrophenfond eingerichtet. Wer helfen will, kann das – jeweils auf das Konto des BEFG – mit folgendem Verwendungszweck tun:

Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden | IBAN: DE14 5009 2100 0000 0333 08
Verwendungszweck: P 45 022 Krieg Ukraine

Weitere Informationen: www.befg.de/ukraine

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